Bischof Gabriel Mante ist der erste Bischof in der neu gegründeten Diözese Jasikan - in der Volta - Region in Ghana.
Es ist ein ländliches von der Zentralregierung vernachlässigtes Gebiet ohne genügende Infrastrukturen.
Bei der Gründung der Diözese vor 14 Jahren hatte Bischof Gabriel nichts - keine Infrastruktur: kein Bischofshaus, keine Zentrum für die bischöfliche Verwaltung, weder Telefon noch Telefax, keine Elektrizität!
Seit dem hat er in Jasikan mit Hilfe von Missio, Kirche in Not, Misereor und Kindermissionswerk mit seinen vielen MitarbeiternInnen sehr Vieles aufbauen können; ein schönes, bescheidenes Zentrum für die Diözesanverwaltung, ein Bischofshaus und in der Diözese viele Krankenstationen, 2 Krankenhäuser und Schulen aller Art , viele Frauenprojekte so zum Beispiel ein Frauenprojekt mit eigener Solidaritätssparkasse mit einem Restaurant - von den Frauen betrieben für Fernfahrer - etc
Bei der Gründung der Diözese fehlte es damals an Allem - aber er hatte jedoch einen anderen Reichtum; er hatte und hat viele engagierte MitarbeiterInnen und eine hoffnungsvolle Jugend.
Zu diesen seinen engagierten MitarbeiterInnen der Diözese gehört auch Pfarrer Dr. theol. Simon Kofi Appiah.
Bei meinem Besuch dort im Juli 200ß konnte ich eine sehr lebendige Ortskirche erleben. Siehe eigener Reisebericht und Fotoalbum!
Nach seinem Promotionsstudium im Fach theologischer Ethik über
das Thema “Inkulturation traditioneller Werte der Familie in Ghana und Ethik”
an der Universität in Tübingen - für seine Doktorarbeit bekam er 2000 den Preis
der Universität Tübingen. – und seiner therapeutischen Ausbildung am Institut
für Familientherapie in Stuttgart, begann er noch ein Weiterstudium in London.
Dieses schloss er im Oktober 2001 mit dem Diplom in Psychologie und der
Aufnahme als anerkannter Psychotherapeut in die englische königliche
Gesellschaft für Psychotherapie ab - nun kann er auch in Ghana
Familientherapeuten ausbilden.
Sein Doktorvater in Tübingen wollte, dass Dr. Appiah in Tübingen sofort anschließend weiterstudieren solle; Er besorgte ihm ein Stipendium für seine Habilitation, dennoch kehrte er im Oktober 2001 in seiner Heimat Ghana wieder zurück.
Sein Bischof Gabriel Mante beauftragte ihn dann ein Zentrum für die Diözese zu planen und aufzubauen mit den Schwerpunkten heilende Pastoral und Jugendpastoral.
Außer einem Grundstück war damals nichts da! Er wohnte und
wohnt noch im Pfarrhaus der Gemeinde bei einem befreundeten Priester und baute
das Zentrum auf; davor reiste er im Namen des Bischofs in der ganzen Diözese
umher um eine Bestandsaufnahme und Situationsanalyse zu machen - neben seiner
therapeutischen Arbeit !.




